Das Frauenbashing im Kinderbetreuungs- und Volksschulbereich muss aufhören!

Lotte RoseDass auch und vor allem mehr Männer in Kinderbetreuungseinrichtungen und Volksschulen arbeiten sollten stimmt fraglos, aber die gleichzeitig dabei mitschwingende Entwertung, wenn nicht gar versteckte Bedenklichkeit, dass Frauen diese Arbeit derzeit mehrheiltich leisten, dürfen wir Frauen uns nicht gefallen lassen!!

Einen sehr fundierten Fachartikel dazu hat Lotte Rose verfasst (Professorin für Pädagogik der Kinder- und Jugendarbeit an der Fachhochschule Frankfurt am Main, Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit, und Geschäftsführerin des Gender- und Frauenforschungszentrums der Hessischen Hochschulen (gFFZ), ZITAT:
„Zu fragen ist, wie realitätsgerecht das vielbemühte Bild der männerlosen Kinderwelt ist. Die deutliche Mehrheit der Kinder lebt schließlich auch heute mit zwei Elternteilen. Und der Familienstatus ‚alleinerziehend‘ bedeutet bekanntermaßen nicht zwangsläufig, dass es keinen Mann mehr im Familienraum gibt. Viele der getrennt lebenden Väter unterhalten weiterhin Beziehungen zu ihren Kindern, wie auch alleinerziehende Mütter z.T. Beziehungen zu anderen Männern eingehen. Ebenso wird großzügig übergangen, dass Kinderleben nicht nur in der Kleinfamilie und in pädagogischen Institutionen stattfindet, sondern dass Kinder weitere Verwandtschaftsgefüge, Nachbarschaften, eigene und familiale Freundeskreise, Vereins- und Kirchenzugehörigkeiten haben, in denen sie erwachsene Männer erleben – auch Männer, die ihnen emotional zugewandt sind.“
Hier ist der ganze Text zu finden, ab Seite 11