’06 Tag gegen Gewalt

25. November, Internationaler Tag gegen Gewalt

Transparent "frei leben" und Infoständer FFS am Rathausplatz.

Vertreterinnen des Frauenforums und interessierte Frauen im Gespräch am Rathausplatz.

Jede vierte Frau in Oberösterreich erlebt körperliche, seelische oder/und sexuelle Gewalt. Jede vierte Frau in Oberösterreich wird von ihrem Partner geschlagen! Das ist keine Privatsache, sondern geht uns alle an!

Gewalt ist kein Einzelschicksal, sondern ein brennendes gesamtgesellschaftliches Problem – auch in Ebensee! Halt der Gewalt!

Das Frauenforum Salzkammergut trommelte zum Widerstand und holte, nicht nur sprichwörtlich, die Kastanien aus dem Feuer!
Die vibrierende Trommelmusik steht für die POWER und LEBENSFREUDE, die wir allen Frauen an diesem besonderen Tag, dem Tag gegen Gewalt an Frauen, mitgeben wollen!  Unterstützt wurde das Frauenforum durch den „weiblichen Teil“ der Trommelband Ur-Ton®-Salzkammergut: Manuela Apuchtin, Ute Irl und Karin Brunner.

Eine Aktion, wie die zum Internationalen Tag gegen Gewalt, schafft Öffentlichkeit für ein Thema, das immer noch tabuisiert wird. Mehr als 120 Personen konnten wir an diesem „normalen“ Einkaufssamstag erreichen und auf das brennende Thema aufmerksam machen und über Anlaufstellen in der Region informieren.

Gewalt, insbesondere gegen Frauen und Mädchen ist Ausdruck von Macht im Verhältnis der Geschlechter zueinander. In der Deklaration der Vereinten Nationen zur Eliminierung von Gewalt an Frauen (1993) heißt es dazu: „Gewalt gegen Frauen ist die Manifestation der historisch gewachsenen Machtungleichheit zwischen Männern und Frauen, die zur Dominanz der Männer über Frauen, zur Diskriminierung und Behinderung von Frauen geführt haben. Gewalt ist einer der entscheidenden sozialen Mechanismen, durch den Frauen in einer untergeordneten Position gehalten werden“.

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„Es liegt ein Fall von extremer Ausprägung vor [Fall Natascha Kampusch], aber das Grundsätzliche könnten wir, wenn wir es nur wollten, beinahe jeden Tag bemerken: Junge Mädchen und Frauen, die unter dem Terror eines Partners, eines gegenwärtigen oder ehemaligen, oder eines dominanten Familienpatriarchen stehen; (…) der psychopathische Wille, ein anderes Leben vollkommen zu dominieren, ist derselbe.“ (Hans Rauscher, DER STANDARD, Printausgabe, 26./27.8.2006)