V-Day Salzkammergut, Donnerstag, 1.2.2018, 20 Uhr

VLiebe Freundinnen und Freunde des FFS,
wir freuen uns sehr euch mitteilen zu können, dass wir in Kooperation mit dem Mozarteum Salzburg/Institut für Gleichstellung und Gender Studies und dem Kino Ebensee, am 1. Februar 2018 die legendären Vagina Monologe von Eve Ensler zur Aufführung bringen werden.

Eve Ensler und ihre Organisation V-Day (www.vday.org) arbeiten für ein Ende der Gewalt an Frauen. Jedes Jahr im Februar können die Produktionsrechte für die szenische Lesung Vagina Monologe erworben werden. Einzige Bedingung: Der Erlös muss einer Organisation zugutekommen, die das Ziel verfolgt, Gewalt gegen Frauen zu beenden. Das Frauenforum Salzkammergut wird bei der Ebenseer Aufführung Begünstigte sein und schon heute rufen wir euch auf mit uns gemeinsam dieses Stück auf die Bühne zu bringen. Schauspielerische Vorkenntnisse sind keine Bedingung, es handelt sich um eine Benefizlesung. Weiterlesen

#frauenlandretten

Die Soziallandesrätin kündigt nach 23 Jahren Zusammenarbeit die finanzielle Unterstützung auf! Wir verlieren von jetzt auf gleich 24% unserer Gesamtfördersumme. So werden jahrzehntelang aufgebaute Strukturen mit einem Schlag zerstört.

Am 30.11.2017 wurden sieben Frauenvereine, darunter das Frauenforum Salzkammergut, zu einem Gespräch mit dem Leiter der Gruppe 2 der Sozialabteilung, Mag. Michael Wall, gebeten. In diesem Gespräch wurden alle sieben Vereine mit der nicht verhandelbaren Entscheidung konfrontiert, dass die Subventionen des laufenden Aufwandes mit 1.1.2018 (!) aufgekündigt sind. Begründet wurde dieser Schritt mit der vom Finanzreferenten vorgegebenen Einsparungsanweisung im Bereich der Ermessensaugaben und dem damit notwendig gewordenen Rückzug der Sozialabteilung auf sein „Kerngeschäft“.
Auch die Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer, bei der die Frauenvereine gleich im Anschluss an den „Gesprächstermin“ mit Herrn Mag. Wall, vorgesprochen haben, betonte nochmals die Notwendigkeit des Rückzugs auf die gesetzlich vorgesehenen Aufgaben und die Alternativlosigkeit dieser Entscheidung.
Wir standen auf verlorenem Posten; kein inhaltliches Argument konnte uns retten: Sowohl die Sozial-Landesrätin, als auch die VertreterInnen der Sozialabteilung betonten, dass diese Aufkündigung der Zusammenarbeit nicht im Leistungsangebot der Frauenorganisationen zu finden sei, im Gegenteil deren Wirksamkeit und gute Arbeit hätten die Vereine in den letzten Jahrzehnten ausreichend bewiesen.
Der Ausfall der Subventionen von jetzt auf gleich hat unterschiedlich dramatische Folgen für die betroffenen Einrichtungen: vom Wegfall spezifischer Angebote bis hin zur bevorstehenden Schließung. Bei allen Vereinen wird es unumgänglich, erneut bei den Ressourcen der Mitarbeiterinnen zu kürzen.
Und das angesichts der Tatsache, dass sich die Fraueneinrichtungen bereits seit Jahren in einer abwärts gerichteten Spirale aus Reduzierung von Stundenausmaßen (die einzige Position bei der sich noch einsparen lässt) und dem damit zwangsläufigen Zurückfahren von Angeboten und Öffnungszeiten auf der einen Seite und dem steigenden Beratungsbedarf und einer immer deutlicher werdenden Rückwärtsgewandtheit, was die Chancengleichheit der Geschlechter betrifft auf der anderen Seite befinden.
Die betroffenen Frauenvereine haben am 4.12.17 einen gemeinsamen Brief an die Frauenlandesrätin Haberlander verschickt, um Unterstützung aus dem Frauenreferat zu bekommen.