One billion rising – 14. Februar 2013 in Gmunden

Fernsehbeitrag auf salzi.tv:

Und auch das Bezirks-tv hat einen Beitrag dazu produziert!

One Billion Rising Gmunden / Salzkammergut – Voller Erfolg!

Am Valentinstag gingen weltweit Millionen von Menschen auf die Straße, um zu tanzen und auf diese Weise deutlich zu machen: Gewalt an Frauen und Mädchen muss ein Ende haben! Auch Gmunden war dabei. Weiterlesen

Wie alle wissen

…. sammeln wir ja gerade im Rahmen unseres Projektes „Eine von uns“ Geschichten von und über Frauen. Die zentrale Frage lautet: Welche Frauen haben mich in meinem Leben geprägt? Bewusst wollen wir jenen Frauen die Ehre erweisen, welche uns den Weg bereitet, den Rücken gestärkt, den Platz ermöglicht haben. Schicke uns doch auch Deine Geschichte!  Ein Satz, eine kurze Episode, eine längere Erzählung. Dazu ein Foto von Dir und der Frau, die Dir wichtig ist, voilá. Du kannst uns auch anrufen, unter: 06133 4136, oder ein E-Mail schreiben oder uns die Geschichte vor Ort erzählen, beim großen Frauenfest, am 8. März in Ebensee!

Ludmilla hat uns zum Beispiel ihre Geschichte geschickt:

Ludmilla Nowak-Herndl über Maria Pichler, geb.Krapf

Foto von Maria PichlerMaria Krapf (später Pichler) war die Frau, die mir ermöglicht hat, dass ich bezüglich Berufsausbildung meinen Weg gehen konnte. Sie war meine Volksschullehrerin und hat meine Eltern ab der 3. Klasse darauf hingewiesen, dass ich geeignet wäre, ins Gymnasium zu gehen und zu studieren. Für meine Eltern kam aber nur eine Lehre in Frage, da ihre finanzielle Situation sehr beschränkt war und sie der Meinung waren, dass ich möglichst bald mein eigenes Geld verdienen müsste. Als Maria Krapf einsehen musste, dass alle Gespräche mit meinen Eltern nichts bewirkten, meldete sie mich selbst im Gymnasium zur Aufnahmsprüfung an. Ich bekam die Erlaubnis meiner Eltern daran teilzunehmen und erst als das Ergebnis bekannt war (ich hatte in Deutsch am besten von allen abgeschnitten), hatte ich ihr Einverständnis zum Besuch der Mittelschule.
Maria Krapf blieb zeitlebens mit mir in Verbindung. Nach ihrer Pensionierung begann sie zu studieren und schloss ihr Studium in Französisch erfolgreich ab. Sie heiratete spät und pflegte ihren von Beginn an kranken Mann hingebungsvoll. Sie war immer in Bewegung, immer interessiert und bereit zu lernen. Das ist es, was sie mir vorgelebt hat und was einen wichtigen Teil von mir ausmacht: das Wissen, dass das Lernen das ganze Leben begleitet, die Freude, Neues zu erforschen, aber auch die Freude am Vermitteln von Wissen.

Der Umstand, dass ich ihr wohl nie gesagt habe, wie dankbar ich ihr bin, hat mich veranlasst, diese Zeilen an euch zu schicken.

Auf diesem Wege, Maria, danke!

Machen auch Sie mit bei unserem Projekt “Eine von uns” und erzählen Sie uns von Frauen, die für Ihr Leben von Bedeutung waren.

Schicken Sie uns diese Geschichten per Post, oder per mail.