2010

Weihnachtskarte des FFS mit Weihnachts- und Neujahrswünschen rechts, links ein dicker Engel in einer Kirche.

 

Die bunten Fahnen wehen wieder …

FFS Frauen beim hissen der "gegen Gewalt" Fahne.
Aus Anlass des internationalen Gedenktages „Nein zu Gewalt an Frauen“, hissten engagierte Frauen und Männer in Ebensee gemeinsam die bunte Fahne „frei leben – ohne Gewalt“.

Frauen vor der gehissten "gegen Gewalt" Fahne.
Die Fahne wird bis zum 10. Dezember, dem Int. Tag der Menschenrechte wehen. Während dieser 16 Tage befindet sich im Foyer des Gemeindeamtes Ebensee ein Informationsstand des Frauenforum Salzkammergut mit umfangreichem Material zum Thema, hilfreichen Adressverzeichnissen und fundierten Ratgebern.

Mit dabei waren u.a. die Gemeindevorständin Franziska Zohner-Kienesberger (BÜFE), GR Thomas Lahnsteiner (ÖVP), Dipl. Sozialarbeiterin Ingrid Ulrich von der Wohnungslosenhilfe Mosaik, die Obfrau des Frauenforum Salzkammergut Gertrude Piontek.

 

 

Informationstag: BBB Baby, Beruf, Bildung

Frau mit Kind und Aktenkoffer
Mi, 17.11.2010 / 9 bis 12 Uhr, Eintritt frei! 

Karenzzeit + Elternteilzeit + Förderungen + eigene Selbständigkeit

VORTRAGSPROGRAMM

    • 9.00 Uhr: Selbständigkeit mit Kind
      Referentin: Dr.in Barbara Postl, Wirtschaftskammer
    • 10.00 Uhr: Karenz – Job und Kind
      Alles Rund um Schwangerschaft, Karenz, Kinderbetreuungsgeld und Elternteilzeit, Referentin: Mag.a Alexandra Brandner-Zauner, Arbeiterkammer
    • 11.00 Uhr: Förderungen für Wiedereinsteigerinnen und Frauen in die Technik,
      Referentin: Frauenreferentin Anita Hacker, AMS

 

 

Philosophinnen sind GleichGültig!

Martha Nußbaum, Judith Butler und Julia Kristeva
Was sie uns nicht geben, nehmen wir uns! Einem Kollektiv von rund zwanzig Studierenden an der Linzer Katholisch-theologischen Privatuniversität reicht es: Sie wehren sich gegen eine Philosophiegeschichte, in der Frauen verschwiegen werden und gründen kurzerhand das Kollektiv GleichGültig. Die freundliche Pragmatik des Kollektivs reißt sowohl Anliegen der zweiten Frauenbewegung als auch Quotenregelungen mit sich und will immer wieder aufmerksam machen auf das teilweise, oder völlige, Fehlen weiblicher Wissenschaftlerinnen im alltäglichen Bewusstsein. Martha Nußbaum, Judith Butler und Julia Kristeva als Appetithäppchen auf welche ganze Menüs folgen können.

 

 

Rasende Wörter oder der 100 Meter Sprint der Literatur

Poetin Nadja Bucher

Poetry-Salm-Workshop im Frauenforum Salzkammergut

Jaja, hohe Literatur ist vielleicht was anderes, aber wir wollen doch schreiben!

Das schickte uns die Poetin Nadja Bucher (34), die den Workshop leitete als Motto voraus und lud alle Mädchen und Frauen herzlich zum Poetry-Slam Workshop, am 22. Oktober ins Frauenforum Salzkammergut ein.

Die Dichterinnen, die sich dem Poetry-Slam verschrieben haben, hauchen ihren Texten auf der Bühne wildes Leben ein und geben dem geschriebenem Wort die Kraft des gesprochenen Wortes mit auf den Weg.

Wenn Sie also Lust zum Fabulieren, Formulieren und Fantasieren verspüren und in entspannter Atmosphäre (Stichwort: Women only!) Schreibtechniken ausprobieren wollen, dann lassen Sie sich von Nadja Bucher die Zunge und Blockaden lösen.

Workshopkosten: € 20,- / erm. € 15,-

Hinkommen und mitmachen!

Nadja Bucher life sehen!

Nadja Bucher
Wer keine Zeit für den Workshop hat, kann Nadja Bucher übrigens bei einer Lesung am Samstag, den 23. Oktober, um 20 Uhr, life im Frauenforum Salzkammergut erleben. Eintritt: € 7,- / erm. € 5,-

Nadja Bucher. Wienerin, die vom Poetry Slam kommt und über dramatische Kurzgeschichten zum Roman geht, macht halt im Frauenforum Salzkammergut. Im Gepäck hat sie lange Texte übers Zugfahren, kurze Texte übers Einkaufen und einen feurigen Aufruf zur Toilette-Revolution. Sie erzählt von Poetry Slam, der Lesebühne DOGMA CHRONIK ARSCHTRITT und was das soll, zur eigenen Sprache zu kommen. Sie berichtet von Frauen, die mit Kügelchen gefüllt sind, von Musikerinnen, die plötzlich schlechter sehen und von Österreicherinnen, die stolz auf ihren zweigelt-roten Reisepass sind. Weniger stark vertreten sind Tagebücher und Liebeslyrik, aber vielleicht hören wir die von jemanden aus Ebensee oder Umland, denn nach der Lesung gibt’s Open Mike für alle (= die Gelegenheit eigene Texte im Rahmen von 5 Minuten vorzutragen und die wohlwollende Reaktion des Publikums zu genießen. Für Teilnehmerinnen des Workshops, sowie andere Sprachverliebte.)

 

 

Wörter gehören in den Mund – Von jungen frechen Poetinnen

Logo: ON AIR

Eine Sendung der Redaktion: Radio mit Leichtigkeit

Iris Kästel präsentiert Texte von acht Frauen, die sich in der Poetry Slam Szene einen Namen gemacht haben:
Nadja Bucher * Anke Fuchs * Nadja Schlüter * Mieze Medusa * Yasmin Hafedh * Carmen Wegge * Nora Gomriger * Lara Stoll

zeitsouverän gleich jetzt hören
 

 

Von Genderwahn bis Genderanto

Mag.a Barbara Korb
Warum Gender für manche so verschwörerisch ist.

Mittwoch, den 13. Oktober, um 19.30 Uhr, im FFS

In dieser Spinnstube gewährte uns Mag.a Barbara Korb einen humorvollen Einblick in die Ängste die Genderthemen auslösen können. Mit Beispielen aus Politik und Medien wurden Standpunkte beleuchtet und Erklärungen gesucht, warum das Thema Genderunsere Gesellschaft so emotionalisiert.

Mag.a Barbara Korb ist Kommunikationswissenschafterin, Universitätslektorin und Fachtrainerin für Gruppen-und Kommunikationsprozesse mit Schwerpunkt Gender und Queer-Sensibility.

 

 

Lebensklima im Salzkammergut – Lebensstile und Lebensqualität


Mi, 6. Oktober – 19:30, im FFS – Soleweg 7/3

      • Wie hängen Lebensstile, Klimawandel und Lebensqualität zusammen?
      • Sind diejenigen, die den Klimawandel und damit zusammenhängende Veränderungen wirken, auch diejenigen, die diese Veränderungen am meisten spüren und darunter leiden?
      • Können nachhaltige Lebensstile Spaß machen und unser Wohlbefinden erhöhen?
      • Wenn ja, wie sehen diese aus?

Im Projekt LebensKlima hat ein Team an ForscherInnen gemeinsam mit SchülerInnen und anderen BürgerInnen aus Gmunden und Graz versucht, Antworten auf oben genannte Fragen zu geben.

Dr. Ines Omann hat uns das Projekt, sowie die Ergebnisse und Vorschläge für zukünftige Maßnahmen zum Thema „Nachhaltigkeit und Lebensqualität“ für die Region Gmunden vorgestellt.

 

 

Weiberroas

Teilnehmerinnen der Weiberroas am Wurzer Hof mit Obst und Gemüse im Vordergrund.
Sa, 2. Oktober / So, 3. Oktober

Am Samstag erlebten wir St. Pölten bei einem „Nicht alltäglichen Spaziergang“, besichtigten das Stadtmuseum und genossen anschließend eine original Prandtauer  Kaffeejause. Den Tag ließen wir beim Heurigen in Emmersdorf gemütlich ausklingen.
Am Sonntag besuchten wir die 60er Ausstellung “Beatles, Pille und Revolte” auf der Schallaburg. Auf dem Heimweg machten wir noch Halt am Wurzer Kürbishof.

 

 

Vortrag „Neues Geld, neue Welt“ mit Tobias Plettenbacher

Plakat: Neues Geld - Neue Welt, Bunte Geldscheine

Donnerstag, 30.09.2010, 19.00 Uhr

 

 

TIME SOZIAL Regionaltreffen
 
“Ewiges Wachstum” ist unmöglich und muss zu regelmäßigen Zusammenbrüchen führen.

Wir hörten Lösungsansätze, die auf Regionalität statt “Globalisierung”, Kooperation statt Konkurrenz und Nachhaltigkeit statt Umweltzerstörung setzen.
Mehr zur Nachbarschaftshilfe Time Sozial finden Sie hier: www.timesozial.org

 

 

Plakat Grenzenlos Feiern mit Bildern von 6 verschiedenen Speisen.
Zum zweiten Mal nach 2008  luden die Pfarre, das Zeitgeschichtemuseum, das Frauenforum und die Aktionsgruppe EINE WELT-Ebensee unter dem Motto „Wir alle sind Ebensee“ EbenseerInnen mit und ohne Migrationshintergrund ein, gemeinsam zu feiern.

Die Speisen aus verschiedensten Ländern ließen die Genießerherzen höher schlagen und entführten kulinarisch in ferne Länder von Peru bis Tibet. Musikalisch gab es Trommelmusik von den Schülern der Hauptschule Ebensee, sowie lateinamerikanische Rhythmen von der Carin Cosa Latin Band und Bodenständiges von der Hoizofnmusi.

SchülerInnen der Hauptschule hatten sich bereits im Vorfeld mit der Mischung verschiedener Kulturen in unserem Ort, sowie mit ihrer eigenen Identität beschäftigt. In „Bildnerische Erziehung“ entstanden Objekte, die Essensaussprüche in verschiedenen Sprachen zeigten, sowie Essutensilien – diese Objekte schmücken die Mauer entlang des Weges zur Kirche.

Im Deutschunterricht erstellten die 2 Hauptschulklassen „zines“ (Zeitungen, Abk. für „magazine“), in denen sie sich mit dem Thema: “ Was bedeutet für mich HEIMAT?“ beschäftigten. Unterstützt wurden sie dabei von einer Journalistin. Die fertigen „zines“ wurden am Fest präsentiert.

Im Seminarraum des Zeitgeschichtemuseum lud die Aktionsgruppe EINE WELT-Ebensee ein, sich spielerisch mit der ungerechten Güterverteilung weltweit auseinanderzusetzen und die Entstehung der Hauptschulprojekte wurde in einer Diashow präsentiert. SchülerInnen der Modeschule präsentierten indische und afrikanische Kleider, sowie Trachten und brachten ebenfalls internationales Flair auf den Kirchenplatz.

Die zeitgleich stattfindende beeindruckende Ausstellung der Quiltgruppe im Dachgeschoß des Zeitgeschichtemuseums lockte Interessierte aus dem ganzen Salzkammergut (und darüber hinaus) an – textile Besonderheiten präsentierte auch die Werkstatt des Jugendprojekts HORIZONT (Bildungszentrum Salzkammergut). Ein weiterer Publikumsmagnet war die Kirchturmbegehung, wo man mit den Kirchenglocken auf Tuchfühlung gehen konnte.

Durch die Vielfalt der Angebote und Räumlichkeiten ließen sich die BesucherInnen auch durch das herbstlich-kühle Wetter den Spaß nicht verderben. Und setzten mit ihrem Mitfeiern gemeinsam mit den Veranstaltern ein Zeichen für ein friedliches Miteinander in Ebensee.

 

 

Peace Please – Theater am Weltfriedenstag

Den Weltfriedenstag, den 21. September 2010, hat das Frauenforum Salzkammergut zum Anlass genommen, in Ebensee das Theaterstücke „PEACE PLEASE! Ein Bertha von Suttner Journal“, des portraitheaters auf die Bühne zu bringen und so diesen Tag zu feiern und der österreichischen Friedensaktivistin zu gedenken.

Wer war Bertha von Suttner?

Ihr Lebensweg klingt wie der Plot eines Hollywood-Epos: Bertha, Sprössling des Kinsky-Clans, wächst als Adelige in Wien und Niederösterreich auf. Sie weigert sich, die Ehe mit einem älteren, reichen Mann einzugehen. Die Pläne, Opernsängerin zu werden, scheitern. Die Mutter verprasst mit ihrer Spielsucht das Vermögen. Bertha entscheidet sich, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen, zunächst als Gouvernante, dann als Sekretärin für Alfred Nobel. Nach der heimlichen Heirat mit dem deutlich jüngeren Arthur Gundaccar von Suttner zieht sie in den Kaukasus. Dort beginnt sie zu schreiben und kommt erstmals mit Krieg in Berührung. Mit ihrem Roman „Die Waffen nieder!“ und ihren friedenspolitischen Aktivitäten erreicht sie weltweit Bekanntheit. 1905 erhält sie den Friedensnobelpreis. Als „Friedensbertha“ erfährt sie Anerkennung und Abwertung. Wenige Tage vor dem Ausbruch des ersten Weltkriegs stirbt sie. Was bleibt, ist ihr Bild: erst auf dem 1000-Schilling-Schein, dann auf der Zwei-Euro-Münze.
 

Im Theaterstück “PEACE PLEASE! Ein Bertha von Suttner Journal” bringt die SchauspielerinAnita Zieher das Leben und Wirken der bislang einzigen österreichischen Friedensnobelpreisträgerin unter der Regie von Brigitte Pointner auf die Bühne. Eingebettet in ein Radio-Interview mit Udo Bachmair spricht sie über ihre Entscheidung für ein unkonventionelles Leben, ihr Engagement für den Frieden und gegen den Antisemitismus und über die Stellung der Frau in der Öffentlichkeit.

Auf dem Foto oben das portraitthetaer-Team mit Udo Bachmair im Kino Ebensee.

 

 

Spiel& Spaß im Ebenseer Sommerkindergarten (SoKiga)


Da die wenigsten berufstätigen Eltern so viele Urlaubstage haben wie ihre Kinder, beauftragte die Gemeinde Ebensee das Frauenforum Salzkammergut – heuer schon zum fünften Mal – mit der aufwändigen Organisation eines Sommerkindergartens mit Alterserweiterung für Schulkinder. Schon Ende März wurde der Bedarf bei den Eltern erhoben und ein ausführliches Konzept an das Land Oberösterreich zur Genehmigung geschickt. Da das Land Oö einen Großteil der Personalkosten übernimmt, sind viele Auflagen zu erfüllen und bürokratische Schritte zu setzen. Aber wie jedes Jahr konnte auch heuer der Sommerkindergarten pünktlich am 2. August, mit einer täglichen Öffnungszeit von 7:30 Uhr bis 17 Uhr, starten. Mit Spiel und Spaß, ferienähnlich und entspannt, wurden unter professioneller Leitung der Pädagoginnen Simona Franchini und Julia Kofler, bis zum 3. September insgesamt 37 Kinder betreut. Großer Dank gilt auch der pädagogischen Assistentin Teresa Kröchshamer und der unermüdlichen Praktikantin Michelle Scheichl.

Auf dem Foto neben den Kindern:
rechts: Obfrau des Ebenseer Kinderbetreuungsausschusses GV Franziska Zohner-Kienesberger // Obfrau des Frauenforums Salzkammergut Gertrude Piontek, links: pädagogische Leiterinnen Julia Kofler und Simona Franchini

 

 

29. Juni – Aktion am Wochenmarkt Gmunden

Einkommen ist kein Beichtgeheimnis!
Obwohl Frauen heute so gut ausgebildet sind wie noch nie, schützt sie das nicht vor ungleicher Bezahlung. Arbeitnehmerinnen in Oberösterreich verdienen bis zu 40% weniger als Männer, selbst bei Vollzeit beträgt die Differenz noch 30% . Bis zu 18% verdienen Frauen weniger, nur weil sie Frauen sind, denn diese Zahl ist statistisch nicht erklärbar. Oft werden Frauen schlechter eingestuft, sie erhalten weniger Zulagen oder Prämien. Aber die Frauen wissen das nicht – ihnen fehlt der Vergleich.

„Die sicherste Art eine Ungerechtigkeit überleben zu lassen ist, sie zu verschweigen. Gerade deswegen sind geschlechtsspezifische Einkommensberichte ein ganz wesentlicher Schritt, damit Frauen endlich die gleichen Löhne erhalten wie ihre männlichen Kollegen. Transparenz schafft hier Gerechtigkeit!“, ist Iris Kästel von Frauenforum Salzkammergut überzeugt.

Die Anfang Juni mit den Sozialpartnern erzielte Einigung, Einkommenstransparenz im Gesetz zu verankern, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, dem weitere folgen müssen. Wir nützen diesen Schwung und fordern, dass sukzessive bereits in Betrieben mit mehr als 25 MitarbeiterInnen die durchschnittlichen Löhne und Gehälter von Frauen und Männern in Form von Einkommensberichten offengelegt werden. Die meisten Frauen arbeiten in Klein- und Kleinstbetrieben, nur so profitieren auch sie davon!“, erklärt            SPÖ-Bezirksfrauenvorsitzende Sabine Promberger.

Johanna Bors von den Grünen betont außerdem: „Als Vorbild für andere Betriebe soll Oberösterreich voran gehen und in landeseigenen bzw. landesnahen Betrieben Einkommensberichte erstellen. Immerhin hat OÖ (nach Vorarlberg) den zweitgrößten geschlechtsspezifischen Einkommensunterschied im Bundesländervergleich.“

Die Aktion war Teil der Aktionswoche, die das Bündnis 8. März oberösterreichweit organisiert hat.

Das Bündnis 8. März hat sich aus Anlass des 100. Internationalen Frauentages am 8. März 2010 zusammengeschlossen und besteht aus Vertreterinnen der SPÖ und Grünen, der Katholischen Kirche, dem ÖGB, der Arbeiterkammer, der Österr. HochschülerInnenschaft und zahlreichen Fraueninititativen bzw. Frauenberatungseinrichtungen.

 

 

SPINNSTUBE: Ab in den Garten!


Gemeinschaftsgärten in Berlin – Donnerstag,  24. Juni 2010

In der Filmreihe „Eine andere Welt ist pflanzbar!“ der Münchnerin Ella von der Haide (DI.in der Stadt- und Regionalplanung, Landschaftsgärtnerin, Künstlerin) werden Gemeinschaftsgärten weltweit vorgestellt. Im Zentrum der Filmreihe stehen die AktivistInnen aus den Gemeinschaftsgärten, ihre Gärten und Visionen. Sie berichten darüber, wie und warum ihre Gärten nicht nur grüne Oasen mitten in der Stadt sind, sondern Projekte, durch die sie „eine andere Welt“ verwirklichen.

 

 

 Das Frauenforum ist umgezogen!!!


Neue Adresse: Soleweg 7/3

Kommen Sie doch einfach mal vorbei und schauen Sie sich in unseren neuen Räumen um! Wir freuen uns schon auf Sie!

 

 

KABARETT: Das Schweigen der Händler

Schon zum dritten Mal präsentierte das Frauenforum Salzkammergut die Kabarettistin Andrea Händler in Ebensee (auf dem Foto mit Obfrau Gertrude Piontek).

Vor ausverkauftem Saal spielte Sie ihr Kabarett-Solo-Programm „Das Schweigen der Händler”.

Mit der ihr eigenen Unverfrorenheit erkundete sie auf der Bühne jene Zonen des Alltags, über die ansonsten besser der Mantel des Schweigens gebreitet wird. Sie erzählte von der Gnadenlosigkeit des verfallenden Körpers, den Männern, die sie nicht gekriegt hat, aber auch von denen, die sie besser nicht gekriegt hätte.

Das war tragisch für die Händler, aber verdammt komisch für die ZuschauerInnen.

 

 

SPINNSTUBE: Macht Glaube Politik? – Kopftuchdebatten in Europa


Donnerstag, 22. April 2010, 19.00 Uhr

Zu Gast: Nora Gresch 

Irritierend, aggressiv, unterdrückend, emanzipiert, gefährlich, faszinierend … das sind nur einige Wörter, die mit dem muslimischen Kopftuch assoziiert werden. Obwohl das „Kopftuch-Thema“ schon seit Mitte der 80er Jahre immer wieder ein Gegenstand öffentlicher Diskussionen in europäischen Ländern gewesen ist, haben sich diese Debatten innerhalb der letzten zehn Jahre intensiviert. Mittlerweile wird das Tragen von muslimischen Kopf- und Körperbedeckungen im öffentlichen Bereich in immer mehr europäischen Ländern  reguliert.

In der Spinnstube haben wir uns mit der Frage beschäftigt, wie es sein kann, dass das Tragen eines Kopftuches so umstritten ist, wofür steht es, wieso es von einzelnen Staaten so unterschiedlich interpretiert und dann auch reguliert wird.

Die Expertin Nora Gresch  berichtete uns u.a. von den Ergebnissen des europäischen Forschungsprojektes VEIL „Values, Equality and Differences in Liberal Democracies. Debates about Muslim Headscarves in Europe“.

Nora Gresch, Diplom-Soziologin, seit 2004 Dissertantin am Institut für Politikwissenschaft an der Universität Wien. Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Managerin des EU-Forschungsprojekts „VEIL“. 

 

 

1 neuer Standort • 2 Gruppen • 11 Jahre Bunter Kinderhort


 Das Frauenforum Salzkammergut (FFS) in Ebensee feierte am vergangenen Freitag, gemeinsam mit über 50 geladenen Gästen das 11-jährige Bestehen des Bunten Kinderhortes. Vor zwei Jahren wurde der Hort bereits bedarfsgerecht auf zwei Gruppen ausgebaut und im letzten Jahr konnte nach langer Umbauphase endlich auch der neue Standort in der Kirchengasse bezogen werden.

Bei der Jubiläumsfeier würdigten die Obfrau des FFS Gertrude Piontek, Landesrat Dr. Josef Stockinger, Vizebürgermeisterin Sabine Promberger und Landtagsabgeordneter Arnold Schenner (der in Vertretung von Landesrat Ackerl gekommen war) die Arbeit im Bunten Kinderhort. Darauf folgte die ökumenische Segnung des Hortes durch Pfarrer Alois Rockenschaub. Nach einer Tanzaufführung zerschnitten zehn Kinder ein langes rotes Band und riefen laut: „Das Buffet ist eröffnet!“.

Gestärkt von biologischen Säften und Snacks vom Minimarkt Ebensee hatten die Gäste sodann die Möglichkeit die großzügigen Räumlichkeiten des Hortes zu erkunden, sich von den Kindern an unterschiedlichen Spielstationen unterhalten oder sich vom Hortkünstler Christian porträtieren zu lassen. Die Hortinspektorin des Landes Oberösterreich, Ingrid Heinrich, gratulierte der Hortleiterin Julia Loidl und ihrem engagierten Team zur kurzweiligen Eröffnungsfeier und betonte, dass der Bunte Kinderhort aufgrund der guten Arbeit der Pädagoginnen und der wunderbaren Räume und Ausstattung ein wahrer Vorzeigehort für Oberösterreich sei. 

 

 

Frauenfilmtag, Samstag 6. März

Frauenfußball in Österreich

Die ersten Frauen traten bereits im Mittelalter gegen den Ball, erst im 19. Jahrhundert kam die Idee auf, dass Frauen sanft, zu wenig ehrgeizig und sowieso viel besser am Herd als für den Fußballplatz geeignet sind. Mediziner fürchteten sogar um deren Gebährfähigkeit. So mutierte Fußball zum Männersport. Dennoch rief 1923 in Österreich der Nationalspieler Ferdinand Swatosch zur Gründung eines Damenteams auf und 150 Spielerinnen meldeten sich. 1935 wurde die Österreichische Damenfußball Union gegründet, 1936 fand die erste österreichische Damenfußballmeisterschaft statt. Nach kriegsbedingter Pause kam es in den 1960er Jahren sogar zu einem offiziell Verbot für die Frauen zu spielen und den Männervereinen wurde untersagt ihre Plätze den Frauen zum spielen zur Verfügung zu stellen. Erst 1970 wurde dieses Verbot aufgehoben! Seitdem geht es stetig aufwärts mit dem Frauenfußball, der sich heute nur noch durch das fehlende Geld und die größere Fairness auf dem Platz vom Männerfußball unterscheidet …
 

 

 Football under Cover

Teheran im April 2006: Die iranische Frauenfußball-Nationalmannschaft, die bislang nur in einer Halle – geschützt vor den Blicken der Männer – spielen durfte, spielt gegen eine Frauenmannschaft aus Berlin-Kreuzberg. Es ist das erste offizielle Frauenfußballspiel im Iran seit der Revolution vor 27 Jahren.

Das Frauenforum Salzkammergut präsentiert im Rahmen des Frauenfilmtags den von Regisseur Ayat Najafi und der Fußballspielerin Marlene Assmann und mit mehreren Preisen ausgezeichneten Film: Football under Cover.

90 Minuten lang erfüllen sich die Frauen ihre Träume von Freiheit, wird Fußball zum Hoffnungsträger für ein Leben ohne religiöse Zwänge. Trotz der anwesenden Sittenwächterinnen singen und tanzen mehr als eintausend Zuschauerinnen, feuern die beiden Mannschaften an.

Hier geht’s zum Trailer!
 

 

Beim Frauenfilmtag präsentierten sich Spielerinnen des FC Altmünster!

 

Seit Herbst 2003 gibt es beim FC Altmünster eine Frauenmannschaft! Derzeit belegen sie Platz drei der Oö Frauenliga – das ist die dritthöchste Liga Österreichs!

Hier geht’s zur Homepage des FC Altmünster.

INTERVIEW mit Deborah Mirjanic, Stürmerin der FC Altmünster Kampfmannschaft


Name?
Deborah Mirjanic (Debi)

Alter?
18 Jahre (30. Juli 1991)

Verein/Mannschaft?
FC Altmünster/Damen Kampfmannschaft

Wie bist du zum Fußballspielen gekommen und seit wann spielst du?
Da ich mit mehreren Burschen aufgewachsen bin, spiele ich bereits seit meiner Kindheit Fußball. Im Verein spiele ich erst seit es die Damenmannschaft beim FC Altmünster gibt (November 2003).

Wem hast du deine Karriere besonders zu verdanken?
Jeder unserer bisherigen Trainer hat uns vieles gelernt bzw. sein fußballerisches Wissen erfolgreich an uns weitergegeben. Durch viel Ehrgeiz und Spielfreude wurde aus uns ein echt tolles Team. 

Was macht dir am meisten Spaß am Fußball spielen?
Der Zusammenhalt in der Mannschaft, die Teamfähigkeit, der Erfolg und natürlich auch generell der Sport: Fußball. 

Auf welcher Position spielst du? Hast du schon immer dort gespielt?
Ich bin Stürmerin, habe aber auch schon im Mittelfeld gespielt. 

Was macht dir im Training am meisten Spaß?
Bekannte Gesichter zu sehen, neue Übungen zu erlernen und vor allem den Fortschritt im Team zu sehen. 

Was macht dir im Training am wenigsten Spaß?
Wenn das Training nur „bescheiden“ besucht ist. 

Was sind deine nächsten Ziele?
Konditionell, körperlich und technisch stärker zu werden. 

Hast du einen speziellen, hilfreichen Trainingstipp?
Der Wille muss da sein, ohne Ehrgeiz geht gar nichts.

Passendes Zitat: „Ohne Fleiß, kein Preis!“

Welche Eigenschaften sind wichtig, um Fußballerin zu werden?
– der Fußball sollte einem Freude bereiten
– gern im Team zu spielen
– ein gewisses Talent sollte vorhanden sein
– kritikfähig sollte man nicht nur sein, man soll diese Kritik auch umsetzen
  können
– der regelmäßige Trainingsbesuch, Verlässlichkeit und Ehrgeiz sind wichtig. 

Was sagst Du denen, die Deinen Sport belächeln und nicht ernst nehmen?
Leider ist es beim Frauenfußball oft so, dass er belächelt und auch nicht ernst genommen wird. Diesen Leuten versuche ich klar zu machen, dass auch beim Frauenfußball fleißig und hart trainiert wird und lade sie auch immer wieder gern zu einem Spiel unserer Mannschaft ein. 

Was müsste Deiner Meinung nach getan werden, um das Ansehen desFrauenfußballs weiter nach vorne zu bringen?
Meiner Meinung nach sollte der Frauenfußball mehr bzw. besser vermarktet werden. Der Frauenfußball ist in den letzten Jahren um einiges populärer geworden wobei er noch lange nicht mit dem Männerfußball vergleichbar ist. 

Wann und wo können denn die Frauenfußballspiele gesehen werden?
Der aktuelle Spielplan wird demnächst fertig und kann beispielsweise beim Frauenfilmtag in Ebensee im praktischen Kartenformat mitgenommen werden! Auch auf der Homepage unseres Vereins sind alle Termine zu finden: www.fcaltmuenster.at

Auf welcher Sport-Internetseite surfst du gern?

www.ooefv.at

Auf dieser Internetseite findet man alle Ergebnisse unserer Gegnerinnen, Mannschaften in höheren/niedrigeren Ligen und die der Männermannschaften. 

Am Sonntag, den 28.03.2010, um 14:00 Uhr spielen die Frauen des FC Altmünster übrigens gegen Wolfern, ein Heimspiel im Traunsteinstadion.