1/3 der oö Frauenberatungsstellen betroffen!

Insgesamt werden gerade zehn Frauenberatungsstellen in Oö Fördermittel zu 100% entzogen!
Weil zur Zeit nur von drei Frauenberatungsstellen die Rede ist, möchte ich an dieser Stelle klarstellen, dass sieben weitere Frauenberatungsstellen – darunter wir – aus der Finanzierung der Sozialabteilung gefallen sind. Es handelt sich um die Vereine: BABSI Freistadt | BABSI Traun | Frauenberatungsstelle Inneres Salzkammergut | Frauenforum Salzkammergut | Frauenstiftung Steyr | Frauennetzwerk Rohrbach | INSEL Scharnstein  und SPEKTRUM Gallneukirchen.
maiz, Fiftitu und ArgeSie kämpfen um Fördermittel aus dem Frauenreferat des Landes Oberösterreich.
Zur Zeit verhandelt die Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer mit dem Landeshauptmann das Sozialbudget nach. Am 23.1. werden wir hoffentlich mehr wissen, dann haben wir einen weiteren Termin bei der Soziallandesrätin.
Macht mit bei der Aktion #frauenlandretten und erwähnt bitte alle, dass nicht nur das Frauenreferat, sondern auch die Sozialabteilung gerade „aufräumt“ 🙁

Hier unsere Stellungnahme zum #frauenlandretten :
Sehr geehrter Herr Landeshauptmann Stelzer,
Sehr geehrte Frau Landesrätin Haberlander!
Die Entscheidung die Frauenberatungsstellen FIFTITU%, maiz und ArgeSie nicht mehr mit Mitteln aus dem Frauenreferat zu unterstützen bestürzt uns sehr.
Das für die komplexen Lebenssituationen der Klientinnen so wichtige Spezialwissen, das diese drei Einrichtungen vorweisen, ist durch die anderen Frauenberatungsstellen in Oö. nicht abzufangen!
Wir vom Frauenforum Salzkammergut, so wie sicher alle unsere Kolleginnen, haben in den letzten Jahrzehnten Klientinnen mit eindeutig den o.g. Vereinen zuordenbaren Problemlagen, stets an die Kolleginnen weiterverwiesen und wussten sie da in besten Händen!
Aufgrund der seit 2012 nicht mehr angepassten Förderhöhen der öffentlichen Hand fehlen uns – wie auch den anderen Frauenberatungsstellen – überdies nicht nur die finanziellen Mittel, sondern vor allem die zeitlichen Ressourcen, um Kompetenzen für die Bereiche Drittstaatenangehörigkeit und Migration im speziellen, Leben als Künstlerin und (meist versteckte) Wohnungslosigkeit – über das Basiswissen hinaus – aufzubauen.
Die drei Einrichtungen werden schmerzlich fehlen und wir werden Klientinnen, die deren Unterstützung dringend benötigen, leider nur unzufriedenstellend betreuen können. Wir bitten Sie daher darum die Gelder in Höhe von knapp € 60.000,- doch noch aufzustellen und so das Netz an Frauenberatungsstellen, das aufgrund der prekären finanziellen Lage der meisten Organisationen bereits heute kurz vor dem Reißen ist, nicht offenen Auges zu zerschneiden.
Übrigens steht auch uns eine Kürzung aus der Sozialabteilung in Höhe von € 23.500,- ins Haus. Wie wir diesen Ausfall von 24% unserer Gesamtfördersumme abfangen sollen, ohne unsere Arbeitsfähigkeit aufs Spiel zu setzen, ist zum heutigen Zeitpunkt noch ungeklärt. Wir bitten Sie daher gleichsam darum nicht nur im Frauenreferat, sondern auch in der Sozialabteilung das Budget nachzuverhandeln und so auch hier Mittel für die dort noch befindlichen fünf Frauenberatungsstellen frei zu machen.
Mit besorgten Grüßen aus Ebensee
Iris Kästel